Kontakt

Systemvergleich für B2C

Shopware oder Shopify – was passt zu deinem B2C-Shop?

Beide Systeme verkaufen erfolgreich. Sie unterscheiden sich aber darin, wie weit du dein Einkaufserlebnis selbst gestalten kannst – und was der Shop dich langfristig kostet.

Wir bauen Shopware-Shops, deshalb hier gleich die Offenlegung: Für einen kleinen Shop, der morgen online sein soll, ist Shopify oft der bessere Weg. Ab einer gewissen Größe dreht sich das.

Kurz beantwortet

Für größere B2C-Shops ist Shopware die bessere Wahl

Der Grund ist nicht Technikbegeisterung, sondern Nähe zur Zielgruppe: In Shopware lässt sich das Einkaufserlebnis individuell auf die eigenen Kunden zuschneiden – Navigation, Produktdarstellung, Aktionsmechaniken, Warenkorb und Checkout. Genau dort entscheidet sich bei wachsendem Umsatz, wie viel aus dem vorhandenen Traffic wird.

Dazu kommt die Kostenseite: keine Provision auf jede Bestellung und keine App-Abos, die mit dem Umsatz mitwachsen – die Lizenzstufen folgen einer Fair-Use-Regel und bleiben damit planbar. Und der Shop gehört dir, inklusive Code und Daten.

Kleiner Shop, schneller Start: Shopify. Wachsender B2C-Shop mit eigener Marke und eigenen Prozessen: Shopware.

Vergleich

Shopware 6 und Shopify nebeneinander

ThemaShopware 6Shopify
Gestaltung des ShopsFrei gestaltbar bis ins Detail: eigene Layouts, eigene Komponenten, eigene Abläufe. Das Shop-Erlebnis lässt sich exakt auf eine Zielgruppe zuschneiden.Schnell startklar über Themes. Tiefergehende Eingriffe sind möglich, stoßen aber früher an Grenzen des Systems.
Individuelle FunktionenOpen Source auf PHP/Symfony: Was fehlt, wird entwickelt — als eigene Erweiterung, sauber vom Core getrennt und updatefähig.Funktionen kommen überwiegend aus dem App-Store. Eigene Logik ist möglich, bleibt aber an die Grenzen der Plattform gebunden.
Datenhoheit und HostingSelbst gehostet oder als Cloud. Daten, Anbindungen und Speicherort liegen in deiner Hand — für viele Händler ein Grund allein.Gehostet beim Anbieter, Serverstandort und Datenverarbeitung sind vorgegeben.
Laufende KostenLizenz plus Hosting und Entwicklung. Keine Gebühr je Bestellung — die Lizenz richtet sich aber nach dem Umsatz (GMV) und wächst in Stufen mit.Monatliche Tarifgebühr, Gebühr auf jede Zahlung, zusätzliche Transaktionsgebühr bei fremden Zahlungsanbietern und App-Abos.
Start und AufwandBraucht mehr Vorbereitung und in der Regel eine Agentur. Dafür passt das Ergebnis von Anfang an zum eigenen Geschäft.In wenigen Tagen online. Der schnellste Weg zu einem funktionierenden Shop.
Schnittstellen zu ERP und PIMOffene API und eigene Entwicklung: auch gewachsene ERP-, PIM- und Altsysteme lassen sich anbinden.Für gängige Systeme gibt es fertige Apps. Bei individuellen oder alten Systemen wird es schnell aufwendig.
B2B im selben SystemB2C und B2B lassen sich in einem System abbilden — mit Kundenpreisen, Freigaben und eigenen Sortimenten.B2B ist möglich, in den höheren Tarifen und mit Einschränkungen gegenüber einem gewachsenen B2B-Prozess.
Abhängigkeit vom AnbieterDer Shop gehört dir, inklusive Code. Ein Anbieterwechsel ist unangenehm, aber möglich.Shop, Daten und Erweiterungen liegen in der Plattform. Preis- und Funktionsänderungen entscheidet der Anbieter.

Konkrete Zahlen zu beiden Systemen stehen im nächsten Abschnitt – mit Stand und Quelle, weil sich Tarife bei beiden Anbietern regelmäßig ändern.

Kosten

Was beide Systeme tatsächlich kosten

Beide Modelle wachsen mit deinem Erfolg – nur an unterschiedlichen Stellen. Bei Shopware über die Lizenzstufe, bei Shopify über jede einzelne Zahlung. Die Zahlen unten stammen von den Preisseiten der Anbieter.

Shopware 6

Du zahlst eine Lizenz, dein Hosting und die Entwicklung. Auf die einzelne Bestellung erhebt Shopware keine Gebühr — die Lizenzstufe richtet sich aber nach deinem Umsatz.

  • Community Edition: kostenlos und quelloffen
  • Fair Usage Policy seit März 2025: ab 1 Mio. € Jahresumsatz (GMV) ist ein kostenpflichtiger Plan Pflicht, sonst entfällt der Zugang zu Account und Store
  • Rise ab 600 € im Monat, Evolve ab 2.400 € im Monat, Beyond auf Anfrage
  • Die Preise dieser Pläne richten sich nach dem GMV und wachsen mit dem Shop
  • Dazu kommen Hosting, Agentur und die Abos der eingesetzten Erweiterungen
  • Keine Gebühr auf einzelne Bestellungen und keine Vorgabe beim Zahlungsanbieter

Shopify

Du zahlst einen Tarif, eine Gebühr auf jede Zahlung und die Apps, die dir fehlen. Dafür sind Hosting und Betrieb enthalten.

  • Basic 36 €, Grow 105 €, Advanced 384 € im Monat — jährlich gezahlt 27 €, 79 € und 289 €
  • Plus ab 2.100 € im Monat
  • Kartengebühr über Shopify Payments: 2,1 % + 0,30 € (Basic), 1,8 % (Grow), 1,6 % (Advanced), je Transaktion
  • Mit einem fremden Zahlungsanbieter zusätzlich 2 % (Basic), 1 % (Grow), 0,6 % (Advanced), 0,2 % (Plus)
  • App-Abos für Funktionen, die der Standard nicht abdeckt — monatlich, dauerhaft
  • Hosting, Updates und Betrieb sind enthalten

Stand: August 2026. Quellen: die Preisseiten von Shopware und Shopify sowie die Shopware-Meldung zur Fair Usage Policy. Tarife ändern sich; für eine Entscheidung lohnt der Blick auf die Originalseiten.

Ab welcher Größe

Wann welches System sinnvoll ist

Shopify

Kleiner Shop, überschaubares Sortiment

Wer schnell starten will, wenige Produkte hat und keine besonderen Abläufe braucht, ist mit einer gehosteten Lösung wie Shopify oft schneller am Ziel. Das sagen wir offen, auch wenn wir Shopware bauen.

Shopware

Wachsender Shop mit eigener Marke

Sobald das Einkaufserlebnis zur Marke gehören soll, das Sortiment komplexer wird oder Prozesse an ein Warenwirtschaftssystem hängen, spielt Shopware seine Stärken aus.

Shopware

Größerer B2C-Shop

Bei nennenswertem Umsatz drehen sich die Vorzeichen: Transaktionsgebühren und App-Abos wachsen mit, während individuelle Optimierung an der Plattformgrenze endet. Mit Shopware lässt sich stattdessen genau das bauen, was die eigene Zielgruppe braucht — und jeder Prozentpunkt Conversion bleibt bei dir.

Wechsel

Von Shopify zu Shopware 6 wechseln

Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellungen lassen sich übernehmen, bestehende Adressen per Weiterleitung erhalten, damit die Sichtbarkeit bei Google nicht einbricht. Wir begleiten solche Wechsel regelmäßig – von der Analyse über die Datenübernahme bis zum Livegang.

Und danach beginnt der Teil, wegen dem der Wechsel überhaupt stattfindet: aus dem vorhandenen Traffic mehr Umsatz machen.

FAQ

Häufige Fragen zu Shopware und Shopify

Kosten, Größe, Wechsel und die Frage, wann Shopify die richtige Wahl bleibt.

Shopware oder Shopify — was ist für einen B2C-Shop besser?

Für einen kleinen Shop, der schnell online sein soll, ist Shopify meist der schnellere Weg. Für größere B2C-Shops ist Shopware in der Regel die bessere Wahl: Das Einkaufserlebnis lässt sich individueller auf die Zielgruppe zuschneiden, Funktionen können frei entwickelt werden, es fallen keine Transaktionsgebühren auf jede Bestellung an, und Daten wie Code bleiben im eigenen Haus.

Ab welcher Größe lohnt sich Shopware?

Eine feste Umsatzgrenze gibt es nicht. Der Wechsel lohnt sich meist dann, wenn die Plattform anfängt zu bremsen: wenn gewünschte Funktionen nicht umsetzbar sind, App-Abos und Transaktionsgebühren spürbar werden oder Prozesse an ERP und Warenwirtschaft hängen.

Ist Shopware teurer als Shopify?

Die Kosten sind anders verteilt. Shopware kostet mehr am Anfang, weil Umsetzung und Einrichtung Aufwand sind, dazu kommen Lizenz und Hosting. Shopify kostet dauerhaft mit: Tarif, eine Gebühr auf jede Zahlung und App-Abos, die mit dem Umsatz wachsen. Beide Modelle skalieren mit dem Erfolg — bei Shopware über die Lizenzstufe, bei Shopify über jede einzelne Transaktion. Bei größeren Shops fällt der Vergleich deshalb häufig zugunsten von Shopware aus.

Was ist die Fair Usage Policy von Shopware?

Seit dem 24. März 2025 gilt: Wer die kostenlose Community Edition nutzt und mit dem Shop mehr als 1 Million Euro Jahresumsatz (GMV) macht, muss auf einen kostenpflichtigen Plan wechseln — sonst entfällt der Zugang zu Shopware Account und Store. Der Quellcode bleibt nutzbar. Der Umsatz wird dafür an Shopware gemeldet, seit April 2026 automatisch aus dem Shop heraus.

Nimmt Shopware eine Provision auf meinen Umsatz?

Nein, auf die einzelne Bestellung erhebt Shopware keine Gebühr. Die Preise der Pläne Rise, Evolve und Beyond richten sich aber nach dem Umsatz (GMV) und wachsen mit dem Shop. Es ist also eine Lizenz in Stufen statt eines Anteils an jedem Verkauf — planbarer, aber nicht umsatzunabhängig.

Was kostet Shopify wirklich?

Zum Tarif kommen die Zahlungsgebühren: über Shopify Payments je nach Tarif 2,1 %, 1,8 % oder 1,6 % plus 30 Cent pro Transaktion. Wer einen anderen Zahlungsanbieter nutzt, zahlt zusätzlich 2 % (Basic) bis 0,2 % (Plus) an Shopify. Dazu kommen App-Abos. Bei 500.000 Euro Jahresumsatz liegen allein die Zahlungsgebühren im deutlich fünfstelligen Bereich.

Kann ich von Shopify zu Shopware wechseln?

Ja. Produkte, Kategorien, Kunden und Bestellungen lassen sich übernehmen, und SEO-relevante Adressen werden per Weiterleitung erhalten. Wir begleiten solche Wechsel regelmäßig.

Was ist mit Shopware Cloud?

Shopware gibt es sowohl selbst gehostet als auch als Cloud-Variante. Die Cloud nimmt einen Teil des Betriebsaufwands ab, hat dafür engere Grenzen bei individuellen Erweiterungen. Was passt, hängt davon ab, wie viel Eigenentwicklung geplant ist.

Was spricht für Shopify?

Geschwindigkeit und Einfachheit. Der Start ist schnell, der Betrieb technisch anspruchslos, und für ein kleines Sortiment ohne besondere Prozesse reicht das völlig. Wer davon profitiert, sollte nicht wechseln, nur weil Shopware mehr könnte.

Unsicher, was zu deinem Shop passt?

Erzähl uns kurz, wo dein Shop heute steht und was ihn bremst. Wir sagen dir ehrlich, ob ein Wechsel sich lohnt – auch dann, wenn die Antwort „bleibt erst mal, wo ihr seid“ lautet.